BMWi richtet die Förderprogramme im Bereich Energieeffizienz neu aus

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Ein wesentlicher Aspekt der Energiewende ist neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien die Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen in den Sektoren Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Diese Bereiche machen über 40 % des Endenergieverbrauchs in Deutschland aus und weisen erhebliche Effizienzpotenziale auf. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt ab dem 01.01.2019 mit neuen Förderprogrammen Unternehmen, die in Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Nutzung erneuerbarer Energien für Prozesswärme investieren wollen. In Kooperation mit der DENEFF geben wir Ihnen einen ersten Überblick über die neuen Förder-Module.

Das bisherige Abwärmeprogramm, das Förderprogramm hocheffiziente Querschnittstechnologien, Teile des MAP, das Programm Klimaschonende Produktionsprozesse und STEP up! sollen in einem neuen Investitionsprogramm – Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien (IEPEE) in der Wirtschaft aufgehen. Ab dem Start (1.1.2019) ist in den genannten Alt-Programmen keine Antragstellung mehr möglich. Das Investitionsprogramm wird aus verschiedenen Modulen bestehen:

  • Im ersten Modul fördert das BMWi besonders energieeffiziente Einzelkomponenten nach Vorbild des früheren Förderprogramms hocheffiziente Querschnittstechnologien.
  • Im zweiten wird die Einbindung erneuerbarer Energie in die Prozesswärme gefördert
  • Im dritten Modul werden Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie Energiemanagement-Software gefördert.
  • Das vierte Modul fördert technologieoffene, systemische Maßnahmen, einschließlich komplexerer Abwärmenutzung.

In allen Modulen kann das Unternehmen entweder einen direkten Investitionszuschuss beim BAFA oder einen Tilgungszuschuss für einen Kredit über die KFW beantragen. Im technologieoffenen Modul wird es darüber hinaus für anspruchsvolle Investitionen in Energieeffizienz und EE-Prozesswärme nach dem Vorbild des STEP up! – Programms ein Wettbewerbsprogramm mit höherer Förderquote geben.

Wettbewerb Energieeffizienz (STEP up! 2.0)

Im Gegensatz zu der klassischen Projektförderung entscheiden Unternehmen bei diesem Förder-Modul im vorgegebenen Rahmen selbst, welche Förderung sie für die geplante Effizienzmaßnahme beantragen. Die Förderquote kann dabei in Abhängigkeit von der CO2-Einsparung bis zu 80 % der förderfähigen Kosten betragen und ist durch das Verhältnis aus der beantragten Förderung und der CO2-Einsparung begrenzt, welches einen Wert von 500 €/t CO2 nicht überschreiten darf. Den Zuschlag – und damit die Förderung – bekommen die Projekte mit der besten Fördereffizienz. Je höher die CO2-Einsparungen pro „Förder-Euro“ sind, desto besser stehen die Chancen im Wettbewerb.

Für die Antragstellung ist ein Einsparkonzept durch einen qualifizierten Berater erforderlich, welches ggf. sogar im Rahmen der Förderung bezuschusst werden kann. Sofern das Unternehmen gemäß DIN EN ISO 50001 oder EMAS  zertifiziert ist, kann das Einsparkonzept auch vom Energiemanager des Unternehmens erstellt werden. Die Anträge können fortlaufend gestellt werden und werden an drei Stichtagen im Jahr zu Wettbewerbsrunden zusammengefasst.

Detaillierte Informationen zum Wettbewerb Energieeffizienz finden Sie bereits ab Dezember 2018 unter www.stepup-energieeffizienz.de.

Informationen zu den neuen Förderprogrammen finden Sie ab Januar 2019 unter www.deutschland-machts-effizient.de.

Bei Interesse an Fördermitteln wenden Sie sich bitte an Steffen Held oder Mareike Hoffmann (s.held@oekotec.de und m.hoffmann@oekotec.de,
+49 (0)30, 536397-13/48).

Erfahren Sie mehr in unserem kostenlosen Online Tutorial am 10.01.2019 (16.00 Uhr – 16.45 Uhr).
Bei Interesse melden Sie sich per E-Mail an. Wir senden Ihnen daraufhin eine Bestätigung inklusive Hinweise zu den technischen Voraussetzungen zu.

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